Zulassungspapiere manipuliert?
Wie ausgeklügelt waren die Geschäftsmodelle, die ein Heidelberger Unternehmer aus der Kfz-Zulassungsbranche offenbar jahrelang gemeinsam mit Mitarbeitern des Landratsamts pflegte? Im Prozess vor der Wirtschaftsstrafkammer des Mannheimer Landgerichts um Bestechung und Bestechlichkeit im Zusammenhang mit der massenhaften Ausgabe von Kurzzeitkennzeichen in der Zulassungsstelle Wiesloch sagte am Dienstag eine Ermittlerin als Zeugin aus.

Sie berichtete über ein weiteres „Geschäftsmodell“: Fahrzeuge, die – etwa wegen ihrer Abgaswerte – keine legale Erstzulassung mehr in Deutschland bekommen hätten, sollen über den Unternehmer als vermeintliche Gebrauchtwagen angemeldet worden sein. Dazu seien sie offenbar auch mit gefälschten Erstzulassungsdaten versehen worden.