Trotz First-Lady-Affäre: Sánchez bleibt Regierungschef
Pedro Sánchez macht seinem Ruf als gewiefter Stratege erneut alle Ehre. Aus einer Krise macht er schnell eine Chance. Ist er ein Vorkämpfer gegen politische Schlammschlachten? Oder ist alles nur Show?

Madrid (dpa) - Nach einer Rücktrittsandrohung und einem fünftägigen Rückzug aus der Öffentlichkeit hat der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez seine Anhänger erlöst. Er werde ungeachtet aller unbegründeter persönlicher Attacken auf ihn und seine Ehefrau im Amt bleiben, teilte der sozialistische Politiker mit. «Ich habe beschlossen, wenn möglich, mit noch mehr Kraft an der Spitze der Regierung weiterzumachen». Kurz nachdem der 52-Jährige vor dem Palacio de la Moncloa in Madrid diese Worte gesprochen hatte, ertönten aus dem Inneren des Regierungssitzes anonyme Jubelschreie.