Bärbel Schäfer empfindet keine Wut in einem Stau mehr
Bärbel Schäfer hat in ihrer Familie schmerzlich erfahren, wie sehr ein Unfall Rettungskräfte fordern kann. Das hat auch ihre Sicht auf eines der liebsten Ärgernisse der Deutschen verändert.

Köln/Unterföhring (dpa) - Moderatorin und Autorin Bärbel Schäfer (60) hat wegen eines Schicksalsschlags in ihrem Leben einen besonderen Blick auf Staus nach einem Unfall. Ihr Bruder verunglückte einst mit dem Auto und Helfer versuchten damals, ihn noch zu retten. «Wenn ich heute wegen eines Unfalls im Stau stehe, dann empfinde ich seit dieser Zeit keine Wut mehr. In einem Stau bin ich geduldig, weil ich weiß: Da sind gerade Menschen, die ihren Job machen wollen und versuchen, Leben zu retten», sagte Schäfer der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Sie glaube, dass es viele «verwaiste Geschwister, Eltern, Partner» gebe, die schon erlebt hätten, was Rettungskräfte und Notfallärzte für eine außergewöhnlich engagierte Arbeit leisteten.