Forschung am toten Tier

Schmeißfliege könnte Verbrechensaufklärung erschweren

Tote Tiere stecken voller Leben: Im Kadaver eines Wisents weisen Forscher ein Insekt nach, das nicht unbedingt zu erwarten war. Für forensische Insektenkundler eine neue Herausforderung.

Diese Schmeißfliege könnte die Verbrechensbekämpfung erschweren. Foto: Krzysztof Szpila/Universität Toruń/dpa
Diese Schmeißfliege könnte die Verbrechensbekämpfung erschweren.

Würzburg/Nürnberg (dpa) - Eine klimabedingt nun auch in Mitteleuropa vorkommende Schmeißfliege (Chrysomya albiceps) könnte die Verbrechensaufklärung erschweren. Sie fresse andere Maden auf Kadavern oder beeinflusse die Entwicklungszeit von Insektenlarven, erklärte Kadaver-Ökologe Christian von Hoermann von der Universität Würzburg. Ihre Anwesenheit erschwere Forensikern die Arbeit, da sie schwerer einschätzen könnten, wie lange ein Kadaver schon liege.

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