Studie: Übernahme aus China erschwert Firmen-Mitbestimmung
Gewerkschaften dienen im nominell sozialistischen China eher dekorativen Zwecken. Werden deutsche Firmen von chinesischen Investoren übernommen, haben nicht nur die Betriebsräte es häufig schwer.

Düsseldorf (dpa) - In von chinesischen Investoren übernommenen Firmen leidet nach einer Analyse der Hans-Böckler-Stiftung häufig die Mitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der Einstieg neuer Eigentümer aus der Volksrepublik hat demnach tiefgreifende Veränderungen in der Unternehmenskultur zur Folge, wie die selbst aus China stammende Studienautorin Bian Shuwen schreibt. Die Studie benennt vier Faktoren: eingeschränkter Zugang zu Informationen, Sprachbarrieren, paternalistisches Management sowie die Richtlinien der Kommunistischen Partei.