Frankreich

Chirurg gesteht Missbrauch - «abscheuliche Taten begangen»

Es ist der wohl größte Prozess um Kindesmissbrauch in Frankreich: Ein Chirurg gesteht den hundertfachen Missbrauch an meist jungen Patienten. Vor Gericht erinnert sich ein Opfer an seine Panik.

Die über viele Jahre unentdeckte Serie von Taten des Mediziners haben in Frankreich große Empörung ausgelöst. Foto: Damien Meyer/AFP/dpa
Die über viele Jahre unentdeckte Serie von Taten des Mediziners haben in Frankreich große Empörung ausgelöst.

Vannes (dpa) - Fast 300 Opfer listet die Anklage auf, ihr Durchschnittsalter betrug 11 Jahre. Die erschütternde Tragweite des Prozesses um hundertfachen Missbrauch gegen einen Chirurgen in Frankreich wird gleich zum Auftakt im Gerichtssaal spürbar, als ein junger Mann an das Mikrofon tritt. «Ich erinnere mich in Teilen an die Taten im Aufwachsaal und wie ich in Panik nach meinem Vater rief», sagt der Mann mit langem Bart mit klarer Stimme. Zu dem Missbrauch an ihm kam es der Anklage zufolge 1995, als kleines Kind war er damals Patient des Arztes, den Justizwärter kurz zuvor zur Anklagebank geführt haben.

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