«Aufrichtiger Demokrat» - Ex-Bundespräsident Köhler ist tot
Nach seiner Wahl 2004 entwickelte sich Köhler rasch zum beliebten Bundespräsidenten - und zu einem unbequemen. Steinmeier nennt ihn «einen Glücksfall für unser Land».

Berlin (dpa) - Der Tod des früheren Bundespräsidenten Horst Köhler hat in der Politik Bestürzung ausgelöst. Bundeskanzler Olaf Scholz würdigte ihn als «einen engagierten Politiker, der sich Zeit seines Lebens für eine gerechtere Welt eingesetzt hat», wie der SPD-Politiker auf der Plattform X mitteilte. Köhler starb am frühen Samstagmorgen im Alter von 81 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit, wie das Bundespräsidialamt in Berlin mitteilte. Er war am 23. Mai 2004 zum Staatsoberhaupt gewählt und fünf Jahre später im Amt bestätigt worden. Am 31. Mai 2010 trat er überraschend zurück.