Streit um Strafgebühr für versäumte Arzttermine
Für Kassenpatienten ist es oft schwierig, an Facharzttermine zu kommen. Andere lassen Termine sausen. Können finanzielle Sanktionen da etwas ändern?

Berlin (dpa) - Angesichts langer Wartezeiten in vielen Praxen fordern Ärzte erneut Strafgebühren für Patienten, die gebuchte Termine platzen lassen. Der Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Jakob Maske, sagte der «Bild»: «Es ist nicht mehr zu akzeptieren, dass Patienten Termine verbindlich vereinbaren und diese nicht wahrnehmen.» So nähmen sie anderen Termine weg. Um Patienten zu sensibilisieren, wäre «ein Ausfallhonorar von bis zu 100 Euro, je nach Länge des vorgesehenen Termins, erforderlich.» Von Patientenschützern, Kassen und Gewerkschaften kam scharfer Widerspruch.