Kind stirbt nach Verbrühung – Mordprozess gegen 31-Jährigen
Ein Zweijähriger erleidet schwerste Misshandlungen, an denen er nach langer Qual stirbt. Jetzt hat vor dem Landgericht Itzehoe ein Prozess gegen den früheren Lebensgefährten der Mutter begonnen.

Itzehoe (dpa) - Wegen der tödlichen Misshandlung eines kleinen Kindes mit heißem Wasser hat am Landgericht Itzehoe ein Prozess gegen einen 31-Jährigen begonnen. Der Angeklagte soll am 3. Juli vergangenen Jahres den zweijährigen Sohn seiner damaligen Lebensgefährtin in deren Wohnung im schleswig-holsteinischen Wedel verbrüht haben. Er habe den Jungen am Abend im Badezimmer mit heißem Wasser aus der Armatur übergossen, hieß es in der Anklage. Mit Ausnahme von Kopf, Hals, Nacken und einem Arm habe er großflächige Verbrühungen erlitten. Das Kind starb 41 Tage später an einem Multiorganversagen infolge der thermischen Einwirkung auf die Haut, wie der Staatsanwalt sagte.