Gesellschaft

Berufsverband lehnt Vorstoß zu Sexkauf-Verbot ab

Um betroffene Frauen besser zu schützen, würde CSU-Politikerin Dorothee Bär den Kauf von Sex in Deutschland verbieten. Solch ein Schritt dränge Sexarbeitende in die Illegalität, warnen Kritiker.

Seit Einführung des Prostitutionsgesetzes 2002 ist Sexarbeit in Deutschland nicht mehr sittenwidrig, sondern ein normales Gewerbe. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Seit Einführung des Prostitutionsgesetzes 2002 ist Sexarbeit in Deutschland nicht mehr sittenwidrig, sondern ein normales Gewerbe.

Berlin (dpa) - Der Bundesverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen lehnt Berichten zufolge den Vorstoß von Unionsfraktionsvize Dorothee Bär ab, den Kauf von Sex in Deutschland zu verbieten. Ein solches Sexkauf-Verbot führe für Sexarbeitende in prekären Situationen zu noch schlechteren Arbeitsbedingungen, sagte der Verbandssprecher Kolja-André Nolte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Im Klartext: Gerade diejenigen, die eigentlich gerettet werden sollen, müssen in der Sexarbeit verbleiben.» Das betreffe diejenigen ohne berufliche Alternative.

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