Berufsverband lehnt Vorstoß zu Sexkauf-Verbot ab
Um betroffene Frauen besser zu schützen, würde CSU-Politikerin Dorothee Bär den Kauf von Sex in Deutschland verbieten. Solch ein Schritt dränge Sexarbeitende in die Illegalität, warnen Kritiker.

Berlin (dpa) - Der Bundesverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen lehnt Berichten zufolge den Vorstoß von Unionsfraktionsvize Dorothee Bär ab, den Kauf von Sex in Deutschland zu verbieten. Ein solches Sexkauf-Verbot führe für Sexarbeitende in prekären Situationen zu noch schlechteren Arbeitsbedingungen, sagte der Verbandssprecher Kolja-André Nolte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Im Klartext: Gerade diejenigen, die eigentlich gerettet werden sollen, müssen in der Sexarbeit verbleiben.» Das betreffe diejenigen ohne berufliche Alternative.